Fastnacht
Die Fastnacht ( Zapust ) ist wohl das am ausgiebig gefeierte Fest in der Niederlausitz. Sie ist eine der ältesten Traditionen, die im Januar/Februar in den Spreewalddörfern der Winteraustreibung dienen soll. Dieses Fest erstreckt sich wie in vielen anderen Orten auch in Alt Zauche über mehrere Tage.
Die Fastnacht beginnt mit dem Zampern. Dabei ziehen die Zamperleute ausgelassen und kostümiert, eine Kapelle voran, von Hof zu Hof.


Sie erbitten Eier, Speck und Geld. Von Kassen- und Kiepenträgern werden die Gaben entgegen genommen. Auf jedem Hof spielt die Kapelle ein Ständchen und die Frauen des Hauses werden zu einem Tänzchen gebeten. Zum Dank für die gespendeten Gaben erhält der Spender einen Schluck vom Mundschenk.

„Zampa, zampa in der Gasse
führt den Branntwein in die Flasche Eier in den Koba Geld in die Tasche, gebt mir`n Stück Speck,
gehe ich von eurer Türe weg.“

( Klaus Gebler)

Zum Fastnachtstanz treffen sich alle Zamperer, Einwohner und Gäste in der Gaststätte des Ortes. Nach strengen Regeln werden z.B. an diesem Abend Jungvermählte und neu hinzugezogene Bewohner „eingetanzt“.

Der Eierkuchenball, ursprünglich „Kresche“ genannt ( leitet sich von dem Geräusch ab, dass das heiße Fett in der Pfanne macht, wenn das Ei hineingelassen wird) , bildet den Abschluss der Fastnachtszeit.

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